Final Fantasy 14 Real Escape Game – Trials of Bahamut

In Japan findet gerade ein Real Escape Game zum Thema FF14 statt und ich und mein Mann waren am letzten Sonntag dabei. Es war meine erste Erfahrung in diese Richtung und ziemlich anders als ich es mir vorgestellt hatte.

Eine Konzerthalle statt eines kleinen Raums

Unter Escape Room hatte ich mir immer vorgestellt, dass man in einem kleinen Raum eingesperrt ist und versuchen muss, aus diesem heraus zu kommen. Das war allerdings nicht der Fall. Die Veranstaltung fand im Zepp Diver City in Odaiba (Tokyo), einer großen Konzerthalle statt. Die Spieler waren in verschiedene Teams aufgeteilt und spielten alle im selben Raum an kleinen Tischen.

Zepp Diver City
Zepp Diver City (CC BY-SA 3.0)

Am Einlass erhielt man eine Nummer und musste sich dann am Tisch mit der selben Nummer einfinden. In der Halle waren an die 100 Tische aufgestellt. Um jeden Tisch fanden sich mit der Zeit sechs Personen ein. Das Escape Game wird in Gruppen von sechs gespielt. Wenn man mit weniger Leuten teilnimmt, wird man mit Fremden in Gruppen eingeteilt.

Auf den Tischen befanden sich eine Art Schatzkiste, ein Mogryplüschtier, ein schwarzer Umschlag und sechs Jobkarten mit sechs verschiedenen Jobs aus Final Fantasy: Schwarzmagier, Weißmagier, Dieb, Barde, Ritter und Jäger. Diese musste man dann nach Absprache unter den sechs Teilnehmern verteilen. Jeder Job hatte andere Fähigkeiten, die zum lösen der Rätsel notwendig waren. Ich war Weißmagier und hatte Libra, Levita und Gemach. Der Schwarzmagier z. B. hatte Bio, Blitzga und Eisga.

Nicht den Mogry unterschätzen

Das Mogryplüshtier war sozusagen der 7. Mitspieler und schien am Anfang eher nur als Maskottchen, sollte aber in seiner Bedeutung nicht unterschätzt werden. Warum genau darf ich leider nicht sagen, da man die Lösung der Rätsel nicht online posten darf.

Das Setting des ganzen war in FF14 in Eorzea und die Mitspieler waren die sogenannten Krieger des Lichtes (Hikari no Senshi; 光の戦士). Es ging darum, die Wiederauferstehung von Bahamut zu verhindern und somit die Welt zu retten. Dazu musste man sich zunächst durch ein Labyrinth kämpfen und verschiedene Monster besiegen.

Nur 60 Minuten um die Welt zu retten

Nach dem offiziellen Startsignal durfte man anfangen und hatte ab jetzt 60 Miunten Zeit. Zunächst hieß es, den Umschlag zu öffnen und die dort enthaltenen Rätsel mit Hilfe von Hinweisen, die in der Halle verteilt waren zu lösen. Hier war es wichtig, möglichst effizient die Aufgaben zu verteilen, damit man schnell fertig wird.

Hatte man alle Rätsel gelöst erhielt man ein Codewort das notwendig war, um das Monsterhandbuch zu bekommen. Dort fand man Informationen zu den Monstern, die man besiegen musste.

Um gegen die Monster zu kämpfen, hatte man eine Kommando-Karte, wo man jeweils die Fähigkeiten der Mitspieler, die man einsetzen wollte und das Ziel der Fähigkeit, eintragen konnte. Ein bisschen wie in einem rundenbasierten Kampfsystem nur analog.

Diese musste man dann einem Staffmenschen zeigen und bei korrekter Antwort erhielt man neue Rätsel. Bei falscher Antwort, hieß es zurück zum Tisch und nochmal eine neue Antwort aufschreiben. Es gab jeweils nur eine richtige Antwort.

Der finale Kampf

Nachdem man alle Monster besiegt hatte, erhielt man nun ein wichtiges Item, das notwendig war um Bahamut zu besiegen und die finale Kommando-Karte für den Kampf gegen Bahamut. Auf dieser waren die Aktionen, die Bahamut im Kampf ausführen würde, aufgelistet und man musste jeweils angeben, wie man reagieren möchte.

Leider war unser Team nicht das schnellste und wir hatten uns recht lange mit den ersten Rätseln aufgehalten. Daher hatten wir die finale Kommando-Karte erst fünf Minuten vor Schluss und kaum Zeit über die Lösung nachzudenken. Auch hier gab es nur eine richtige Lösung und man hatte nur eine Chance zu antworten.

Nach Ablauf der 60 Minuten gab es dann eine Auflösung aller Rätsel. Die Lösung des letzten Rätsels war ziemlich komplex und ich glaube mein Team wäre auch mit mehr Zeit nicht darauf gekommen.

Erfolgsquote von 14%

Am Ende durften dann alle Teams, die das letzte Rätsel korrekt gelöst hatten, auf die Bühne kommen und ihren „Ruhm“ genießen. Von über 80 Teams hatten es nur 11 geschafft.

Durch die Zeitbeschränkung auf 60 Minuten fand ich das ganze etwas gehetzt. Durch die die große Teilnehmerzahl kam es auch teilweise zu Wartezeiten, dass ich finde man hätte den Spielern auch 90 Minuten Zeit geben können. An sich hat es aber Spaß gemacht mal bei so einem Escape Game mitzumachen, ich würde es allerdings nur für Fans von Final Fanatasy oder noch besser FF14 Spielern empfehlen, da man sonst mit zu vielen Begriffen konfrontiert wird, die man noch nie gehört hat. Wenn man das Ganze in Japanisch macht, kommt natürlich auch noch die Sprachbarriere dazu.

Nach Ende des Spiels konnte man dann noch Merchandise kaufen und Fotos mit seinen Teammitgliedern machen. Das war unser Team.

image1 (3)
So sieht ein Verlierer-Team aus.

Das Escape Game findet im Sommer diesen Jahres auch in Amerika statt. Mehr Infos gibt es dazu auf der offiziellen Seite: https://realescapegame.com/ffxiv/.

Habt ihr schon mal bei einem Escape Game mitgemacht? Sind diese in Deutschland anders aufgebaut? Erfahrungen gerne in die Kommentare.

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Ein Kommentar zu „Final Fantasy 14 Real Escape Game – Trials of Bahamut

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