Das Joetsu Sake Fest und die Myoko Happiness Illumination

Vor ein paar Wochen waren, wir mal wieder die Eltern von meinem Mann in Niigata besuchen.  Anlass war das Echigo Kenshin Sake Festival, dass in der Stadt Joetsu stattfand.

Echigo ist eine ehemalige Bezeichnung für die Region, die jetzt die Niigata Präfektur ist. Den Namen Kenshin kennen die einige vielleicht aus Anime und Manga, aber es handelt sich hier um nicht um Rurouni Kenshin sondern um Uesugi Kenshin, den Herrscher der Echigo Region in der Sengoku Zeit. Rurouni kenshin ist nur eine fiktionale Figur, die möglicherweise durch die historische Persönlichkeit Uesugi Kenshin inspiriert wurde. Uesugi Kenshin ist für die Stadt Joetsu eine wichtige historische Figur. Es findet auch jedes Jahr ein Kenshin Festival statt, dass unter anderem durch Auftritte von Gackt als Uesugi Kenshin Aufmerksamkeit erregt hat.

Das Sake Festival hat laut der offiziellen Webseite das Ziel, die Sakebraukultur der Region vorzustellen, aber ich glaube, es wurde einfach nur ein Anlass gesucht, um Sake zu trinken. XD

Das Festival findet auf einer der Einkaufsstraßen statt, wo viele Brauereien kleine Stände aufbauen.

Für 1500 Yen kann man sich ein Probierglas kaufen, mit dem man an allen Ständen den ganzen Tag über so viel Sake probieren kann, wie man möchte. Wen einem der Sake zusagt, kann man natürlich auch Flaschen erwerben. Es gibt auch besonderen Sake, der nur auf dem Festival verkauft wird.

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Ich war mehr als Begleitung von meinem Mann dabei, da ich nicht so der Sake-Fan bin, es gab aber auch genug Stände mit Essen, wo  ich mich austoben konnte.

Allerdings hatte ich schon das Gefühl, der Großteil der Besucher ist männlich und über 40 und ab und an wurde man auch von einem schon leicht angetrunkenem Herren angesprochen, doch leider verstand ich meistens aufgrund der undeutlichen Aussprache nicht, was sie gesagt haben.

Für mich wäre das Festival nicht unbedingt ein Grund extra nach Niigata zu fahren, aber es waren auch ein paar ausländische Touristen da.

Da wir uns nicht den ganzen Tag auf dem Festival aufgehalten haben (zum Glück XD), hatten wir abends noch Zeit einen kurzen Abstecher nach Myoko zu machen. Von Joetsu war es etwa eine Stunde Fahrt. Dort findet nämlich von September bis November die Myoko Happiness Illumination statt.

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Es gibt zwar einen Shuttlebus vom nächstgelegenen Bahnhof, doch dieser fährt nur 2 Mal am Tag. Daher ist die Anfahrt mit dem Auto zu empfehlen.

Der Eintritt kostet 1500 Yen und man sollte 1-2 Stunden einplanen. Zunächst läuft man durch eine Art Lichttunnel einen Hügel hinauf.

Dann folgt eine Art Wald und ein See mit einer beleuchteten Brücke, die sich sehr schön im Wasser widerspiegelt.

Danach kommt man an einem Spot für Liebespaare vorbei, wo man zusammen eine Glocke leuten kann, um die Liebe zu verstärken. Exakt das gleiche gibt es übrigens auch auf der Halbinsel Enoshima in der Nähe von Tokyo und ich habe das Gefühl, man hat hier dreist geklaut. XD

Auf dem Weg zurück nach unten läuft man dann durch ein blaues Lichtermeer, in dem man 2 Drachen erkennen kann. Einen sieht man von oben und den anderen von unten. Alle 7 Minuten gibt es eine Art Lichtshow, bei der Drachen Feuer speien.

Allein von der Größe her war es schon sehr überwältigend. Allerdings waren auf den Weg nach unten 7 große beleuchtete Kugeln verteilt und es gab eine Erklärungstafel, die uns mitteilte, dass man Glückseligkeit erfährt, wenn man alle 7 Kugeln zusammen sammelt.  Woher kommt mir das nur noch mal bekannt vor? XD

Insgesamt war die Illumination aber sehr schön und ist auf jeden Fall einen Abstecher wert, wenn man vorhat die Gegend zu besuchen.

 

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5 Kommentare zu „Das Joetsu Sake Fest und die Myoko Happiness Illumination

  1. Schöner Bericht, und schöne Bilder! 🙂
    Was ist denn das Essbare auf den Stielen? Wir haben etwas von der Optik her Ähnliches mal in Korea gegessen und fragen uns bis heute, was es wohl war. Vom Geschmack her war es jedenfalls undefinierbar, und so kamen wir auf die abenteuerlichsten Ideen. 😉

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      1. Aahja. Kamaboko. Hab ich noch nie gehört und lt. Google handelt es sich um etwas mit Fischfleisch. Nach Fisch schmeckte es eigentlich nicht, aber auch sonst nach nichts Bekanntem, auch nicht süß. Wahrscheinlich war es Kamaboko. In dieser Verarbeitungsform kennt man Fisch als Europäer ja auch nicht. Danke für die Aufklärung!

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  2. Oooh, so schöne Bilder, besonders von der Illumination 😍
    Sich für 1500 Yen den ganzen Tag über durch verschiedene Sake Sorten zu probieren hört sich aber auch nicht schlecht an 😉
    War das Essen auch relativ günstig, oder musste man da tiefer in die Tasche greifen?

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