Mein Urlaub in Taiwan

Eigentlich geht es in meinem Blog ja um Japan, aber da ich mit meinem Mann im August für eine Woche in Taiwan war, möchte ich kurz darüber berichten. Man möge mir diesen einen Artikel verzeihen. XD

Taiwan ist für Japaner ein beliebter Urlaubsort, da man nur ca. 3 Stunden fliegt und viele Taiwaner ein wenig Japanisch verstehen und sprechen können.

In Taiwan zahlt man mit dem Taiwan Dollar, man muss also Geld umtauschen. Als Deutscher oder Japaner braucht für kurze Aufenthalte kein Visum.

Wenn man wie wir in der Obonzeit (Mitte August) fliegt, wo viele Japaner Urlaub haben, ist mit langen Wartezeiten am Flughafen zu rechen.

Im August ist es auch sehr warm, meist über 35 Grad. Wir hatten uns also die perfekte Zeit für einen Taiwanurlaub ausgesucht. XD

Zum Glück kann man aber, überall diese handlichen Taschen-Ventilatoren erstehen, die man über USB aufladen kann.

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Wir waren hauptsächlich in Taipei, der Hauptstadt, unterwegs. Dort kommt man sehr gut mit der U-bahn von A nach B und es gibt ein ähnliches System, wie SUICA und PASMO in Tokyo.

Taipei ist etwas günstiger als Tokyo und mit AirBnB kann man auch sehr preiswert übernachten. Unser AirBnB war sehr zentral gelegen, hatte allerdings eine extrem laute Klimaanlage, sodass man entweder wegen der Hitze oder der lärmenden Klimaanlage nicht schlafen konnte.

Für Nerds und Otakus ist der Yoruichi (夜市; auf Deutsch: Nachtmarkt) zu empfehlen. Diese Märkte finden nachts an verschiedenen Orten in Taipei statt, der in Shirin (士林) ist wohl am berühmtesten.

Dort kann man allerhand Pokemon, Star Wars, Nintendo, Digimon, Disney, etc. Merchandise zu recht günstigen Preisen erstehen, allerdings sollte man nicht unbedingt die Echtheit der Produkte hinterfragen.

Ich habe einige Pokemon Plüschtiere gefunden, die einen offiziellen Anhänger vom Pokemoncenter Japan haben, aber vielleicht ist der auch nur gut nachgemacht.

Auch für Freunde der taiwanischen Küche sind diese Märkte einen Besuch wert. Es wird viel Leckeres an kleinen Ständen recht günstig verkauft.

Allerdings sollte man gut auf seine Gepäck aufpassen, da viele Taschendiebe unterwegs sind.

Außerdem hat mir Maokon (猫空) sehr gut gefallen. Es ist ein Berg, auf den man mit einer Seilbahn gelangen kann. Die Fahrt dauert ca. 25 Minuten und ist daher nichts für Leute mit Höhenangst. Dafür hat man eine wunderschöne Aussicht und von dort aus den Sonnenuntergang zu beobachten war einfach herrlich.

In Maokon gibt es viele chinesische Teehäuser, wo man je nach Sitzplatz eine sehr schöne Aussicht hat. Einfach ein schönes Restaurant aussuchen und mit gutem Tee die Atmosphäre genießen.

Jiufen(九份), die Gegend die Vorbild für den Ghibli-Film „Chihiros Reise ins Zauberland“ war, hat mir weniger gefallen. Es ist einfach nur ein Touristenspot mit ganz vielen Souvenirläden und war auch so überfüllt, dass man kaum durch die engen Straßen kam. Für An- und Abreise sind Taxis zu empfehlen, da die Busse auch extrem voll waren. In Taiwan ist es üblich Taxis mit Fremdem zu teilen, damit man weniger bezahlen muss.

Bezüglich der Sprachbarriere möchte ich sagen, ich habe nur wenige Leute getroffen, die gut Englisch konnten. Mit Japanisch kam man meist weiter, aber nicht immer so weit, wie man eigentlich kommen wollte.

Auch wenn man Kanji lesen kann, hilft das in Taiwan nur bedingt. Man erkennt zwar einige Kanji allerdings werden diese anders verwendet als im Japanischen und teilweise werden auch komplett andere Kanji verwendet.

Wenn es in Restaurants keine englische oder japanische Speisekarte bzw. Fotos gab, konnte man nur anhand der Kanji erraten, um welche Speise es sich handelt. In Touristengebieten ist aber eigentlich alles auch auf Englisch und Japanisch ausgeschildert und man bekommt entsprechende Speisekarten.

Insgesamt hat es mir aber sehr gut gefallen, nur nächstes Mal würde ich nicht im Hochsommer nach Taiwan fliegen.

Wer war auch schon mal in Taiwan und wie hat es euch gefallen?

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2 Kommentare zu „Mein Urlaub in Taiwan

  1. Sehr interessanter Bericht! 🙂 In Taiwan war ich noch nie, nur in Hongkong, China (ganz kurz) und Südkorea. Ich machte überall ähnliche Erfahrungen wie du: Es ist schwierig, mit Englisch weiterzukommen, sobald man die Hauptstädte verlässt. Und man kann die Schrift nicht lesen. Ein Abenteuerurlaub also. 😉 Ist auch schon ewig her.

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