Geschichten des Abschieds – FF Ausstellung in Roppongi

Vom 22. Januar bis zum 28. Februar findet im Mori Tower in Roppongi eine Final Fantasy Ausstellung anlässlich des 30-jährigen Jubiläums mit dem Namen 別れの物語 (Geschichten des Abschieds) statt. Ich habe mir das ganze mal angeschaut und anfänglich begeistert und später ein wenig ernüchtert.

Da die Ausstellung bestimmt gut besucht wird, hatte ich mir einen verschneiten Montagmorgen ausgesucht und hatte richtig gelegen. Die Ausstellung und das zugehörige Café waren nur mäßig besucht, sodass man ohne viel Wartezeit durchkam.

Ein Ticket kostet im Vorverkauf 2.300 Yen. Es gibt auch eine 2.800 Yen Variante mit der man eine Klarsichtfolie im FF-Design dazu bekommt.

Erstmal was zu Essen

Vor der Ausstellung kommt man am Café the Sun vorbei, wo es für die Zeit der Ausstellung ein spezielles Menü gibt. Die Preise haben sich zwar gewaschen, aber wenn man einen Fensterplatz erwischt hat man einen schönen Blick über Tokyo. Besonders die Getränke sind sehr stylish. Es gibt einen Potion, ein Elixir und ein Ether. Wer Hunger hatte, sollte allerdings vorher etwas Essen, denn die Portionen sind nicht besonders groß.

Audioguide mit iPhone

Am Eingang der Ausstellung erhält man ein iPhone mit Kopfhörern, auf dem sich der Audioguide befindet. Er ist in English und Japanisch verfügbar. Da die App des Guides Bluetooth benutzt, kann man keine eigenen Bluetooth-Kopfhörer verwenden.

In der App muss man seinen Namen eingeben, ähnlich wie in einem Final Fantasy Spiel am Anfang. Danach geht es in den ersten Raum. Nach einer kurzen Einführung wird die Gruppe der Besucher in drei Gruppen aufgeteilt, die jeweils Eis, Feuer oder Blitzmagie benutzen können.

Im nächsten Raum müssen dann alle zusammen gegen Bahamuth kämpfen. Auf den Wänden des Raumes läuft eine Videosequenz ab und an bestimmten Stellen muss man nach Mario Party Manier durch wiederholtes drücken eines Buttons in der App Magie aufladen.

Nachdem Bahamuth besiegt wurde, geht es zum Hauptteil der Ausstellung. Sie beginnt mit einigen Wänden, die jeweils einem Spiel der Serie gewidmet sind.

Wenn man vor einem Ausstellungsstück steht, registriert die Audio Guide App automatisch die Position und spielt die Erklärung und die passende Musik dazu ab. Leider sind im Anfangsbereich viele Ausstellungsstücke sehr nahe beieinander, so dass es vorkommt, dass der Audio Guide plötzlich zu einer anderen Erklärung wechselt, wenn man sich nur minimal bewegt. Hier sehe ich noch Verbesserungspotential.

Man kann auch das Buster Sword und eine Rüstung aus FF12 bewundern.

Auf geht es Zanarkand

Danach folgte mein persönliches Highlight: ein Raum, der ganz Tidus und Yuna gewidmet war. Er war komplett verspiegelt und auf vielen Monitoren liefen Szenen aus FF10 und dazu lief ein Dialog der Beiden über die Kopfhörer ab. Der war aber nur auf japanisch. Auf dem iPhone konnte man den Text auf English mitlesen. Passend dazu lief natürlich To Zanarkand. Auf der gegenüberliegenden Wand fand man einige Artworks aus FF10.

Happy Wedding im FF15 Style

Danach folgte ein Teil über FF15 mit vielen Artworks und Miniaturen der Monster und Summons. Als zweiter Höhepunkt war ein Raum der Hochzeit von Noctis und Luna gewidmet. Es gab Portraits von vier Charakteren aus dem Spiel, die den beiden ihre Glückwünsche aussprachen.

Happy Wedding !!
Happy Wedding !!

Danach folgten ein Teil, der den online Spielen gewidmet war, und einige Kunstwerke von Yoshitaka Amano.

FF7 als großes Finale 

Das große Finale bildete ein Raum, der designt war wie die Kirche aus FF7. An verschiedenen Stellen im Raum waren „Nachrichten“ von Aerith versteckt, die abgespielt wurden, wenn man an der jeweiligen Stelle stand. Es gab auch neue Artworks zum Remake zu betrachten, die durfte man aber nicht fotografieren.

An vielen Stellen der Ausstellung konnte man auch Konzeptzeichnungen bewundern.

Im Ausgangsbereich standen Nachrichten von bekannten Square Enix Mitarbeitern an der Wand, darunter auch Yoshitaka Amano und Nobuo Uematsu.

Als letztes konnte man mit dem Audio Guide iPhone einen QR Code scannen und der eigene Name erschien auf einem Bildschirm, so ähnlich wie in einem Abspann von einem Spiel.

Endlich hab ichs in den Abspann geschafft.
Endlich hab ichs in den Abspann geschafft.

Im Ausgangsbereich bekam man dann noch eine Liste der Songs, die man während der Ausstellung gehört hat ausgedruckt, die man mit nach Hause nehmen kann.

Nach der Ausstellung gibt es noch ein paar lustige Miniaturen zu bestaunen.

Ganz zum Schluss folgte der obligatorische Merchandisebereich für alle, die nicht wissen wohin mit dem Geld. Einige Sachen gibt es bei großen Onlinehändlern günstiger, sodass sich der Preisvergleich lohnt.

Je nachdem wie viele der Erklärungen man anhört, sollte man 1 – 2 Stunden einplanen.

Fazit

Mir hat die Ausstellung insgesamt aber gut gefallen. Die technischen Probleme haben das Erlebnis aber leicht geschmälert. Nächstes Mal bitte mit besserem GPS und vielleicht so, dass man sich die App aufs eigene Handy laden kann, damit man nicht mit Handys in beiden Händen rumläuft.

Im Vorfeld der Ausstellung wurde allerdings groß angekündigt, wie toll das AR Sound System ist und dass es große Enthüllungen zum FF7 Remake gibt. Das AR Sound System war letztendlich nur ein Audio Guide mit schlechtem GPS und die Enthüllung waren neue Artworks. Lediglich im letzten Raum wurde das Sound System auf eine neuartige Weise eingesetzt. Davon hätte ich mir mehr gewünscht.

Als hinterher noch einmal drüber nachgedachte, was ich eigentlich bei einer Ausstellung zum 30. Jubiläum von Final Fantasy erwartet hätte, ist nur wenig davon erfüllt wurden. Die Ausstellung arbeitete viel mit Bildern und Videos. So etwas kann man sich aber auch am heimischen PC ansehen. Für eine Ausstellung hätte ich mehr plastische Objekte schön gefunden. Es gab ja das Buster Sword und Miniaturen aus FF15 zu sehen, da hätte man aber noch viel mehr machen können, finde ich.  Auch Fans der Spiele 1-6, 8, 9, 12 und 13 und könnten ein wenig zu kurz kommen, da diese Spiele nur im Anfangsbereich kurz vertreten waren.

Natürlich spielt Platzmangel hier auch eine Rolle, aber man hätte die Ausstellung ja auch an einem Ort, der mehr Raum zu Verfügung stellt veranstalten können. Roppongi ist sowieso nicht der Ort, an dem man erwaten würde Nerds und Gamer anzutreffen.

Es wurden zwar einige Konzeptzeichnungen ausgestellt, aber auch hier hätte man ein bisschen tiefer in den Giftschrank greifen können. Vieleicht ein paar Konzepte veröffentlichen, die es nicht in die engere Wahl geschafft haben?

Mir sind schon durch kurzes Nachdenken viele Ideen gekommen, die man hätte umsetzten können. Mal sehen wie es dann in 10 Jahren zum 40. Jubiläum wird.


 

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