Yumori no Sato – Baden in schwarzem Wasser

In Choufu-shi im Westen von Tokyo, gibt es kleines, traditionelles Onsen mit dem Namen Yumori no Sato (湯守の里). Es vielleicht nicht so bekannt wie Onsen Monogatari in Odaiba oder Manyo no Yu in Machida, aber trotzdem einen Besuch wert.

Man erreicht das Yumori no Sato mit einem speziellen Shuttlebus der einmal pro Stunde vom Chofu (調布) Bahnhof und Musashisakai (武蔵境) Bahnhof abfährt. Er ist kostenlos. Wer sich nicht an die Buszeiten binden will, der kann auch mit den Bussen der Keio (京王線) und Odakyu-Linie (小田急線) bis in die Nähe fahren.

Das Yumori liegt in einer Wohngegend und im näheren Umfeld gibt es keine Konbini oder Geschäfte.

Eingang zum Yumori no Sato
Eingang zum Yumori no Sato

Für 1.200 Yen so viel Baden wie man will.

Der Preis liegt bei 1.200 Yen für einen Erwachsenen. Dafür kann man den ganzen Tag in der Anlage bleiben. Handtücher sind inbegriffen, wer aber sein eigenes dabei hat zahlt unter der Woche 200 Yen und am Wochenende 100 Yen weniger.

Die Anlage umfasst zwei Etagen. Die Einrichtung ist sehr traditionell, man könnte auch sagen ein bisschen altmodisch.

 

Die Onsen befinden sich in der ersten Etage. Es gibt nur zwei Daiyokujo (大浴場; große Bäder), die nach Geschlechtern aufgeteilt sind. Ein Kashikiri-Onsen (貸切温泉; privates, kleines Onsen, dass man für meist ca. 1 Stunde reservieren kann) gibt es nicht.

Eingang zum Frauenbad
Eingang zum Frauenbad

Schwarzes, Feng-Shui Wasser

Das Wasser der heißen Quellen enthält viel Salz und Mineralien und hat eine sehr dunkle, braune, fast schwarze Farbe. Am Anfang fühlt es sich ein wenig seltsam an, aber wenn man sich daran gewöhnt ist es sehr erholend.

Das Baden in diesem Onsen wirkt sich positiv auf Muskelschmerzen, Verspannungen, Verdauungsstörungen, schlechte Durchblutung und noch ein paar andere Krankheiten aus, allerdings sollte man auch keine Wunder erwarten.

 

Es gibt viele verschiedene Bäder, davon eins drinnen und der rest draußen. Dieser Onsen ist stark an Feng Shui orientiert, sodass sich das Baden in den verschiedenen Bädern positiv auf das persönliche Glück in verschiedenen Lebensbereichen auswirken soll. Auch hier würde ich keine Wunder erwarten.

Ein elektrisches Bad für die ganz harten

Als kleine Besonderheit gibt es ein Denki-Buro (電気風呂; elektrisches Bad). Das ist ein Bad, in dem schwacher Strom fließt. Ich habe es kurz ausprobiert und bin nicht wirklich ein Freund davon geworden. Es fühlt sich an, als hätte man so ein strombetriebenes Gerät zum Muskelaufbau am ganzen Körper. Bei wem jetzt alle Glocken läuten, weil Strom und Bad zusammen eigentlich recht gefährlich klingt, der sei beruhigt, denn der Strom ist so schwach eingestellt, dass er es den Badenden nicht schadet.

Man sollte pro Tag maximal drei Mal in den Onsen steigen, bei sehr heißen Bädern sollte man die Zeit auf 10 Minuten beschränken, bei nicht gant so heißen kann man bis zu 30 Minuten drin bleiben.

Nach dem Baden entspannen

Nachdem Bad hat man ich die Möglichkeit im Restaurant im 2. Stock etwas zu essen. Hier gibt es auch sehr traditionelle, japanische Gerichte. Außerdem gibt es noch einen Ruheraum, wo man sich ein wenig hinlegen kann.

Wer nicht ganz so viel Hunger hat, kann sich an einem Stand im 1. Stock kleinere Gerichte und Desserts bestellen. Es gibt auch ein Matcha-Set mit japanischen Süßigkeiten.

Matcha mit warmen Daifuku
Matcha mit warmen Daifuku

Wer genug von dem schwarzen Wasser hat, der kann sich im Eingangsbereich noch im eher weislichen Ashi-Yu (足湯; Fußbad) vergnügen.

Im Eingangsbereich kann man noch allerlei Krimskrams erwerben. Darunter auch ein Badezusatz für daheim, der die selben Bestandteile enthält, wie die Onsen.

Mit diesem Badezusatz wird auch das heimische Bad schön schwarz und es sieht fast so aus, als würde man in Cola baden. Vielleicht hat das ja Potential für einen neuen „Baden in“-Trend auf Youtube.

Am Wochenende ist das Yumori gut besucht, aber auch nicht brechend voll. Wer aber lieber ungestört badet, der sollte vielleicht unter der Woche kommen.

Mehr Infos findet man auf der offiziellen Webseite (japanisch). Da die Anlage nicht unbedingt in einem von Touristen oft besuchten Gebiet liegt, ist auch alles nur auf japanisch ausgeschildert und beschrieben.

Wer nach dem Baden noch lust auf ein bisschen Lust auf Sightseeing hat, kann noch den Jindaiji Tempel in der Nähe besuchen und die berühmten Jindaiji Soba probieren.

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