Ein Traum wird wahr – Pokémon Café in Tokyo

Nachdem es bereits mehrmals limitierte Pokémon Cafés in Tokyo gab (u.a. in Shibuya und Shinjuku), gibt es nun ab dem 14. März ein dauerhaftes Café in Nihonbashi in der Nähe der Tokyo Station. Ich habe mich natürlich direkt am ersten Tag in die Leckereien gestürzt.

Ohne Reservierung geht nichts

Im Moment kommt man nur mit Reservierung in das Pokémon Café. Reservieren geht nur online und man sollte möglichst früh dran sein. Es ist möglich ab einem Monat vor dem gewünschten Termin zu reservieren und die Plätze an Tischen sind immer sehr schnell weg. Wer mit einem Einzelplatz an der Theke zufrieden ist, kann sich etwas mehr Zeit lassen.

Beim Reservieren kann auswählen, ob man nur Plätze reservieren oder direkt noch spezielles Merchandise vorbestellen möchte, dass man nur auf diesem Wege erwerben kann. Es gibt z. B. kleine Plüschtiere und Clearfiles.

Wie kommt man hin?

Das Café ist in einem Zweitgebäude des Takashimaya-Kaufhauses in Nihonbashi. Wenn man aus dem Yaesuausgang (八重洲出口) der Tokyo Station rausgeht, muss man eigentlich nur gerade auslaufen und stößt irgendwann auf das Takashimaya. Das Café ist in dem Gebäude dahinter. Der Eingang ist einfach zu erkennen.

Eingang zum Pokemon Cafe
Die Tür ins Traumland

Man sollte ca. 10 Minuten vor der reservierten Zeit da sein. Dann bringt einen ein Mitarbeiter vom Café mit dem Aufzug nach oben. Dort wartet man, bis einen die Mitarbeiter zum Platz bringen. Wer kein Japanisch kann, muss keine Angst haben, es wird auch ein wenig Englisch gesprochen und zur Not zeigt man einfach die Bestätigungsmail und ein Ausweisdokument vor.

Die Einrichtung

Das Café ist sehr geräumig und bestimmt mehr als doppelt so groß wie das Square Enix Café in Akihabara. Es gibt verschiedene Bereiche mit Tischplätzen, wo jeweils vier Leute sitzen können und eine große Tafel/Theke mit vielen Einzelplätzen, auf der ein paar Pokémon-Statuen verteilt sind.

Überall sind Pokémon-Plüschtiere verteilt und auch die ganze Inneinrichtung ist an einem Pokéball-Design orientiert.

Man findet auch ein paar Dekoelemente aus dem Pokémon-Restaurant wieder, dass es 2017 im August in Shinjuku gab.

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Als Hintergrundmusik laufen natürlich Pokémon-Soundtracks hoch und runter. Auf jedem Tisch liegt ein iPad, über das man ganz einfach die Bestellung abgeben kann. Man kann es auch auf Englisch umstellen.

Bestellung ganz einfach über App
Bestellung ganz einfach über App

Auf jedem Platz liegt ein Platzdeckchen, auf dem eins von 151 möglichen Pokémon abgebildet ist. Ich bin gespannt, wer als Erster alle zusammenbekommt.

Ich hatte leider nur Kleinstein T_T
Ich hatte leider nur Kleinstein T_T

Essen & Trinken

Es gibt eine kleine, feine Auswahl an Pokémon-Hauptgerichten. Das ganze Menü kann man sich hier ansehen. Ich habe das Pikachu-Curry probiert. Es ist leicht scharf und hat gut geschmeckt. Besonders die sternförmigen Kroketten waren lecker.

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Pikachu, I choose you!

Mehr Auswahl bietet die Dessertkarte. Da ich mich nicht entscheiden konnte, hab ich gleich mal zwei bestellt.

Der Pummeluff-Kuchen war ein normaler Käsekuchen. Der Mimikyu-Crêpe war ein Pancake mit Sahne und Früchten, der in einen Crêpe eingewickelt war. Fand ich eine tolle Idee und das Dessert ist auch relativ groß, sodass ich nach einem Hauptgericht und zwei Desserts wirklich gut satt war.

Auch die Getränkekarte ist sehr vielfältig. Es gibt einen Pikachu- und einen Evoli-Latte mit entsprechender Tasse, die man auch gleich mit dazu kaufen kann. Außerdem verschiedene Floats und ein Gengar-Getränk mit sehr viel Crushed Ice, ein bisschen zu viel für meinen Geschmack.

Preislich ist alles nicht ganz billig. Wer ein Gericht und ein Getränk bestellt, kommt locker über 2.000 Yen, aber das ist bei Cafés dieser Art normal. Eine Geschmacksexplosion sollte man nicht erwarten, aber es schmeckt nicht schlecht.

Wer ein Getränk bestellt, bekommt noch einen zufälligen Bierdeckel dazu. Bierdeckel heißt hier aber bedruckte Plastikfolie. Es gibt sechs verschiedene Designs zum Sammeln.

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Pikachu kommt zu Besuch

Kurz nachdem ich meine Hauptspeise fertig hatte, kam Pikachu zu Besuch.

Ob das immer so ist oder nur in der ersten Zeit, kann ich noch nicht sagen. Der Mensch im Pikachu-Kostüm lief einmal durch das Café, begrüßte alle Gäste und führte seine Spezialpose vor.

Ein Besuch im Café ist auf 90 Minuten beschränkt. Die letzte Bestellung muss man 30 Minuten vor Schluss aufgeben und wer zahlen will, kann einfach den „Zahlen“-Button auf dem ipad drücken.

Wenn man ein Getränk oder ein Gericht bestellt hat, wo man Becher/Teller dazu gekauft hat, muss man zum Glück nicht das dreckige Geschirr mitnehmen, sondern bekommt eine Marke, die man an einem Tresen am Ausgang des Cafés einlösen kann.

Dort kann man außerdem auch spezielles Café-Merchandise erwerben, dass es aber auch im neuen Pokémon Center nebenan gibt.

So viele Pikachus, die adoptiert werden wollen.
So viele Pikachus, die adoptiert werden wollen.

Wenn man das Café verlässt, landet man direkt im neuen Pokémon Center, das direkt an das Café angeschlossen ist, und kann hier noch mehr Geld loswerden, insofern man noch welches hat.

Fazit

Meiner Meinung hat man bei dem Café alles richtig gemacht. Alles ist toll eingerichtet, es gibt genug Plätze, das Essen ist sehr niedlich und der Service ist auch einwandfrei. Ich habe die ganze Zeit in ein einem angenehmen Nostalgiegefühl geschwelgt. Eine Empfehlung für Fans kann ich definitiv aussprechen. Das nötige Kleingeld sollte man allerdings haben oder eben die Willenskraft sich nur auf ein Dessert zu beschränken. XD

Wenn man auf die Seite zum Reservieren schaut, ist im März schon alles komplett voll und im April gibt es noch ein paar Einzelplätze. Es scheint ein voller Erfolg zu sein.

Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass Fans, die kein Japanisch können, nur schlecht informiert wurden. Fast alle Ankündigungen waren nur auf Japanisch und die Seite zum Reservieren ist es leider auch. Beim Einlass standen zwei Ausländer hinter mir in der Schlange, die nicht Bescheid wussten, und dann ohne Reservierung leider wieder nach Hause geschickt wurden. Wenn ihr Hilfe beim Reservieren braucht, sagt gerne Bescheid.

Ich bin schon darauf gespannt, welche neuen Menüs es in Zukunft geben wird. Welches würdet ihr euch wünschen?


Nützliche Links:

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5 Kommentare zu „Ein Traum wird wahr – Pokémon Café in Tokyo

  1. Ich würde mir einfach nur wünschen, nach Japan reisen zu können und dieses Café zu besuchen… 🙂 Da das fürs erste aber eher Wunschdenken bleibt, freue ich mich einfach, dass du deinen Besuch und deine Erfahrungen mit uns teilst! Dass Café ist dauerhaft, oder? Dann bestünde vielleicht die Chance, dass ich es doch irgendwann besuchen kann 😉

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  2. Hallo Eli,

    ein toller Artikel der mich ganz neidisch auf dich macht 🙂 wir werden im Juni in Tokyo sein und werden vllt. über den englischen Guide mal versuchen zu reservieren… Aber auf gut Glück seine Visa Daten Preis zu geben ist ja nicht so toll. Echt blöd das man bei all diesen rollen Sachen vorher reservieren muss und das man das als Ausländer nicht machen kann 😦 hast du schon Rückmeldungen bekommen ob das mit dem englischen Guide klappt?
    Liebe Grüße
    Andrea

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für den Kommentar. Ich versteh leider nicht ganz, was du mit Visa Daten meinst. Man muss bei der Reservierung nur Namen, Email und Telefonnummer angeben. Ich find es eigentlich gut, dass man reservieren muss, weil man sonst bestimmt mehrere Stunden für einen Platz anstehen müsste. Aber dass es die Seite nicht auf English gibt, ist schon blöd. So weit ich den Guide beurteilen kann, ist alles gut erklärt und es sollte funktionieren. Wenn du Probleme hast, kannst du mich aber gerne nochmal kontaktieren.

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