Capcombar in Shinjuku

Heute gibt es den ersten Gastbeitrag im Blog. Er kommt von der lieben Bontenmaru (@Dokuganbaka) und sie berichtet über die Capcom Bar in Tokyo, mit der sie tolle Erinnerungen verbindet. Leider hat die Bar im Februar zugemacht, aber die Fotos und Erinnerungen bleiben ja erhalten.

Bontenmaru macht auch auf ihrem Youtube-Kanal Videos über Japan. Schaut gerne mal rein. ^^


Japan ist unter anderem ja bekannt für seine große Vielzahl an kunterbunten Themencafés. Einige von ihnen gibt es nur temporär und andere haben ihren festen Platz.

Sechs Jahre lang ein Treffpunkt für Fans aus aller Welt

Ich erzähle euch heute von einem der Themencafés, das besonders Gamer-Herzen höher schlagen ließ. Die Rede ist von der Capcom Bar. Leider hat sie im Februar 2018 zugemacht, aber bis dahin war sie sechs Jahre lang ein Treffpunkt für Capcom-Fans.

Sie befand sich in Shinjuku Kabukicho im Pasela Resorts Gebäude.

Ich war nun insgesamt zweimal dort und habe zeitgleich meinen Geburtstag gefeiert.

2014 war die Seite zur Reservierung noch komplett auf Japanisch und ich musste damals einen Japaner bitten, die Reservierung für meine Reisegruppe zu übernehmen. Später ist die Seite aber sehr touristenfreundlich geworden und so bot diese auch die Möglichkeit seit 2016, Reservierungen auf Englisch vorzunehmen.

Bei meinem zweiten Besuch in der Capcom Bar saß neben unserem Tisch sogar auch eine amerikanische Familie.

Essen und Zocken in perfekter Harmonie

Die Capcom Bar war ein großer Raum, in dem viele Tische standen und drum herum alles im Stil der großartigen Capcom Games dekoriert war. An den Wänden waren Bildschirme befestigt, so dass man bei kleinen Essenspausen auch mal zwischendrin die Möglichkeit hatte, ein wenig zu zocken. In der Regel waren immer die neusten Games in den Konsolen.

Je nach Erscheinungen der aktuellen Games, waren die Wände geschmückt mit beispielsweise Phoenix Wright Postern oder Sengoku Basara, Monster Hunter, etc.

Im Hintergrund liefen generell durchgängig Game Soundtracks und es war immer wieder ein Ratespiel, wenn eine Musik ertönt und man innerlich grübelt, aus welchem der Games das Stück wohl ist.

Bild5

Spezielle Menüs für jedes Game

Das Menü war in Speisen und Getränke unterteilt. Zusätzlich dazu gab es noch eine weitere Karte vom Bar-internen Shop, in der man sich alle aktuellen zum Verkauf stehenden Produkte anschauen konnte. Auf einer separaten Liste konnte man dann Kreuzchen neben die Produkte setzen. Je nachdem, was man kaufen möchte.

Das Menü war an sich nach Games aufgeteilt. Jedes Game hatte seine Standardgerichte. So gab es beispielsweise immer den „blutigen Zombie-Gehirnkuchen“ zu Resident Evil oder das „Takoyaki Roulette“ zu Phoenix Wright.

Ab und an gab es auch Events. Während dieser Events wurden limitierte Gerichte angeboten. Anfang diesen Jahres gab es einen Megaman-Event und darauffolgend einen zu Okami.

Als ich 2016 die Bar besucht habe, war alles zu einer meiner Lieblingsserien geschmückt. Da ich mich sehr für die Sengoku-Ära interessiere, war Sengoku Basara natürlich immer ein gefundenes Fressen. Zu dem bunten Hack’n Slay Game gab es Special Drinks und ein erweitertes Menü, auch mehr Merchandise wurde in dem Zeitraum angeboten.

Das Menü war sehr facettenreich. So fand man dort für jeden Geschmack etwas und das Besondere an der Capcom Bar war, dass es zu einigen Gerichten spezielle Kurz-Events gab. Wenn man beispielsweise den Date Masamune Teller mit Takoyaki bestellt hat, kam der Kellner zu einem an dem Tisch und servierte das Gericht mit einem Spruch aus dem Game. Apropos Takoyaki, da gab es noch das Takoyaki-Roulette, das nur etwas für die Harten war.

Man fand dieses auf der Phoenix Wright Menüseite. Der Clou an diesem Gericht war die simple Tatsache, dass eines der Takoyaki mit Wasabi, Japaleño und anderem scharfen Teufelszeug gefüllt war. Einige Kellner standen während dem Verzehr am Tisch und feuerten einen an – selbstverständlich wurde ein großes Glas Wasser für den Schärfe-Notfall bereit gehalten.

Geburtstag in der Capcom Bar

Wie schon davor erwähnt, war ich nun zweimal dort, um meinen Geburtstag zu feiern. Ich hatte dafür den „Zombie-Gehirnkuchen“ bestellt gehabt. Eine meiner Freundinnen hatte der Bedienung heimlich Bescheid gegeben, dass mein Geburtstag ist und sie wurde wohl auch daraufhin gefragt, welches mein liebstes Game von Capcom sei.

Der Zombie-Gehirnkuchen. Eine wirklich blutige Angelegenheit!
Der Zombie-Gehirnkuchen. Eine wirklich blutige Angelegenheit!

Nach einer kurzen Weile ging plötzlich das Licht aus und es ertönte das Kriegshorn aus Sengoku Basara. Man hörte verschiedene Stimmen der Charaktere aus dem Game und einer der Kellner machte eine laute Ansage für alle, dass mein Geburtstag sei. Kurz darauf fingen alle an, ein Geburtstagslied für mich zu singen. Danach wurde mir der Kuchen mit einer Wunderkerze überreicht. Das war eine total süße Idee. Genau aus dem Grund war ich auf meiner zweiten Japanreise danach auch genau dort, weil ich nochmal meinen Geburtstag so feiern wollte. Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht. Die Bedienung war total locker drauf und man konnte mit ihnen viel rumspaßeln und sich über die verschiedenen Games unterhalten. Sie haben einem immer Monster Hunter Katzenplüschis an den Tisch gesetzt und viel rumgealbert.

Als Ausländer wurde man in der Regel gefragt, was man denn in Tokyo macht, was man alles schon gesehen hat und woher man eigentlich kommt.

Leider ist der Magen viel zu klein, um alles probieren zu können.
Leider ist der Magen viel zu klein, um alles probieren zu können.

Die Nachricht, dass die Bar schließen wird, war bestimmt für viele Capcom-Fans ein Schock. Wir können nur hoffen, dass sie irgendwann wiedereröffnet wird. Wart ihr schon mal in der Capcom Bar oder bereut ihr es, es nicht geschafft zu haben?

Wer auch mal einen Gastbeitrag schreiben möchte, kann sich gerne unter hannari.eli@gmail.com mit einem Themenvorschlag melden. Ich schau dann, ob es zum Blog und in meine Artikelplanung passen würde.

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6 Kommentare zu „Capcombar in Shinjuku

  1. Das klingt für mich in Deutschland schon sehr fremd, wobei die Idee an sich ja pfiffig ist. Ich gehöre natürlich auch nicht zur entsprechenden Altersgruppe.
    Eine Frage nur: Wenn man sich in der Bar aufhält und sich mit Essen oder Games beschäftigt – was macht man denn mit seinen Sitznachbarn? Redet man überhaupt miteinander? Oder geht es mir um den Spaß des Neuen und des Spielens natürlich?
    Herzlicher Ostergruß aus Deutschland!

    Gefällt mir

      1. Da hast du auch wieder recht. Wenn Leute Karten oder Mensch ärgere dich nicht spielen würden, fände es jeder gut. Bei Computerspielen dagegen rümpfen manche die Nase, wohl eher die Älteren (wie ich). Weil man es eben nicht so gut kennt, so ist es ja immer. 😉

        Gefällt 1 Person

  2. Es hat zugemacht? :O Wie schade! Ich war 2014 auch da an meinem letzten Abend in Japan und hatte eigentlich überlegt dieses Jahr nochmal hinzugehen, wenn ich wieder für ein paar Tage in Tokyo bin. Daraus wird dann wohl nichts…

    Gefällt 1 Person

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