Kotori Café in Kichijouji

Curry mit Vogel

Viele haben bestimmt schon von den Katzencafés in Japan gehört. In Deutschland haben auch vor Kurzem die ersten Cafés dieser Art eröffnet.

In Japan sind es aber mittlerweile nicht mehr nur Katzen, es gibt Cafés für diverse Tierarten, z. B. Otter, Eulen, Pinguine und auch Kleinvögel. Ein Café mit vielen verschiendenen Sittichen, das Kotori Café, habe ich mir mal angeschaut.

Das Kotori Café hat in Tokyo mittlerweile drei Filialen, in Ueno, in Sugamo und in Kichijouji. In Osaka gibt es eine in Shinsaibashi. Ich war in dem Café in Kichijouji.

Wie kommt man hin?

Das Café liegt gegenüber dem Ghibli Museum und praktischerweise gibt es Busse, die direkt dort hinfahren. Vom Mitaka Bahnhof aus nimmt man einen Bus, der bis zum Ghibli Museum fährt und steigt an der Haltestelle 三鷹の森ジブリ美術館 (Mitaka no Mori Ghibli Bijutsukan) aus. Die Buslinie ist an dem auffälligen Ghibli-Design und der gelben Farbe leicht zu erkennen.

Das Café ist von der Haltestelle schon zu erkennen. Wenn man es nicht eilig hat, kann man auch vom Bahnhof laufen. Es sind ungefähr 15 Minuten Fußweg.

Kotori Cafe Kichijouji
Das Café von außen

Das Café ist nur sehr klein und hat nicht viele Plätze. Ich war sonntags gegen 11:00 Uhr da um musste nicht warten, aber laut google wird es um die Mittagszeit sehr voll, sodass eventuell mit Wartezeit zu rechnen ist. Es gilt also auch hier, der frühe Vogel fängt den Wurm.

Die Öffnungszeiten sind von 10:30 bis 18:00 Uhr.

Kotori Cafe Kichijouji
Das Café von innen

Das Vogelfutter

Die Menükarte ist nicht sehr groß. Am Wochenende gibt es Curry und drei verschiedene Kuchen als Dessert. Zusätzlich gibt es noch verschiedenen Softdrinks und Bier.

img_3488
Auf der Speisekarte ist ja gar kein Vogelfutter.

Ein Set bestehend aus Curry, Kuchen und Getränk kostet 2.200 Yen, was für ein Café der Art ein typischer Preis ist.

Curry mit Vogel
Ein Vogel wollte Hochzeit machen in dem grünen Walde …

Das Curry war ein typisches japanisches Curry, das nicht viel anders als Curry geschmeckt hat, das man für 400-500 Yen im Yoshinoya (japanisches Fast Food Restaurant) bekommt, aber es war sehr niedlich angerichtet.

Auch beim Dessert wird Wert auf Optik gelegt. Es wird in einem kleinen Käfig serviert. Der Kuchen war qualitativ auf dem Level von Kuchen, die man in einer Konditorei in einem japanischen Kaufhaus kaufen kann.

Vogel kuchen
Kommt ein Vogel geflogen …

Alle Vögel sind schon da

Neben dem niedlichen Essen kann man sich auch an vielen kleinen Vögel erfreuen. Im Schaufenster ist eine große Voliere mit vielen Vögeln darin, die man beim Essen beobachten kann.

Wenn man einen der Fensterplätze abbekommt, hat man einen schönen Blick. Allerdings ist die Aufenthaltszeit bei diesen Plätzen auf eine Stunde begrenzt.

Aber man kann die Vögel nicht nur anschauen, auch anfassen ist möglich. Für 300 Yen kann man fünf Minuten mit den Vögeln „spielen“. Dabei kann man aus drei verschiedenen Vögeln auswählen. Für Frauen mit Kunstnägeln beschränkt sich die Auswahl leider auf zwei Vögel, da einer kein Freund von Kunstnägeln ist.

Zusammen mit einem Mitarbeiter des Cafés geht man in einen separaten Raum und bekommt dann den Vogel der Wahl auf den Arm gesetzt. Leider spricht der Mitarbeiter, der zuständig ist kein Deutsch, sodass ich mir den offensichtlichen Gag („Bist du gut zu Vögeln?“) leider sparen musste.

img_3494
Lieber den Nymphensittch auf der Hand als das Taubsi auf dem Dach.

Wie Vögel aber so sind, bleiben sie nicht brav sitzen, sodass man schöne Fotos machen kann, sondern fliegen umher, landen einem auf dem Kopf und fangen an die Haare anzuknabbern. Aber das ist auch eine interessante Erfahrung gewesen.

Die fünf Minuten sind schnell vorbei und wenn man zurück im Cafébereich ist, kann man sich noch mit Souvenirs eindecken.

Fazit

Das Essen im Kotori Café war geschmacklich eher unterdurchschnittlich, konnte aber durch die niedliche Darbietung punkten. Wer niedliches Essen mag und Fotos machen möchte, wird seine Freude haben, wem das aber egal ist, der wird sich bei den Preisen wahrscheinlich denken: „Die haben doch nen Vogel!“.

Auch wenn man bei Themencafés grundsätzlich eher weniger Anspruch an den Geschmack stellen darf, habe ich durchaus in anderen Cafés mit ähnlichen Preisen schon besseres Essen bekommen.

Die fünf privaten Minuten mit dem Sittich waren lustig, allerdings auch sehr schnell vorbei.

Da das Café direkt gegenüber vom Ghibli Museum liegt, lässt es sich gut mit einem Museumsbesuch kombinieren.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s